Timothy Sharp wurde in Augsburg geboren. Er studierte an der Hochschule für Musik
"Hanns Eisler" Berlin in der Klasse von Prof. Norma Sharp. Er besuchte Meisterkurse
bei Hans Hotter, Brigitte Fassbaender, Peter Schreier und Dietrich Fischer-Dieskau.
Timothy Sharps Opernrepertoire umfasst Partien wie den Grafen in „Le Nozze di Figaro“,
Papageno in „Die Zauberflöte“, Belcore in „L’Elisir d’Amore“ oder Olivier in R.
Strauss` „Capriccio“. Gleichermaßen erfolgreich ist er mit Werken des 20. Jahrhunderts
wie zum Beispiel S. Sciarrinos „Luci mie traditrici“, ein Werk dessen Einspielung
mit Timothy Sharp in der Rolle des Il Malaspina in 2003 mit dem „Choc du Monde“
ausgezeichnet und vom Londoner „Guardian“ zur CD-Of-The-Year 2004 gewählt wurde.
Engagements führten ihn unter anderem an die Oper Köln, das Nationaltheater Mannheim,
die Bühnen Wuppertal, das Pfalztheater Kaiserslautern, das Teatro San Carlo in Neapel,
das Teatro Massimo Bellini in Catania, das Teatro Lirico in Cagliari und an das Chicago
Opera Theater. Im November 2006 gab Timothy Sharp sehr erfolgreich sein Rollendebüt
als Guglielmo im Rahmen der Winteroper Potsdam auf Schloss Sanssouci in der „Cosí
fan tutte“-Inszenierung von Erik Uwe Lauffenberg unter der musikalischen Leitung
von Konrad Junghänel. Bei den Tagen der Alten Musik in Herne 2006 sang er die Rolle
des Filmregisseurs in der Oper „Radames“ von Peter Eötvös (WDR-Mitschnitt). In 2007
gastierte er als Mandarin in „Turandot“ am La Fenice in Venedig; am Theater Nürnberg
sang er die Rolle des Paul in der dt. Erstaufführung der Oper „Les enfants terribles“
von Philip Glass und an der Bayerischen Staatsoper München war er als Donald in „Billy
Budd“ unter Kent Nagano zu hören. In 2008 gab er sein Rollendebüt als Graf in „Die
Hochzeit des Figaro“ unter Peter Marx in der Ukraine (Erste Aufführung einer Mozart-Oper
in diesem Land seit 70 Jahren, TV- Mitschnitt, DVD Produktion). Des weiteren war
er in verschiedenen Rollen am Badischen Staatstheater Karlsruhe zu hören, unter anderem
als Dr. Falke in der „Fledermaus“. Bei den Schwetzinger Festspielen 2008 sang Timothy
Sharp in der Uraufführung der Oper „Hybris/Niobe“ von A. Hölszky die Rolle des Tiresias.
Weitere Engagements in 2008/09 im Bereich der Neuen Musik beinhalteten sein Debüt
am Theater an der Wien als Il Malaspina in S. Sciarrinos „Luci mie traditrici“ im
Rahmen des Klangforums Wien unter Beat Furrer, am Teatro Comunale Bozen war er als
Jean in Ph. Boesmans’ Oper „Julie“ zu erleben.
Ebenso gefragt ist Timothy Sharp als Konzertsänger. Im Rahmen von Verpflichtungen
als Solist in Oratorien und weltlichen Konzerten sang er zum Beispiel im Berliner
Konzerthaus, dem Münchner Herkulessaal, der Stuttgarter Liederhalle oder der Alten
Oper Frankfurt. Konzerte mit Bachs h-Moll Messe unter Helmut Rilling führten ihn
in die Leipziger Thomaskirche, die Philharmonie Essen und in die Berliner Philharmonie.
Unter Nicolaus Harnoncourt mit dem Concentus Musicus Wien wirkte Timothy Sharp im
Rahmen der Styriarte 2006 in Aufführungen geistlicher Bach-Kantaten mit, ebenfalls
unter Harnoncourt sang er im Oktober 2006 im Wiener Musikverein den Phoebus in der
Bach-Kantate „Der Wettstreit zwischen Phoebus und Pan“, weitere Konzerte mit Bachkantaten
(BWV 38, 12, 21) folgten unter anderem beim Bachfest Leipzig in 2007. In 2008 und
2009 ist bzw. war Timothy Sharp unter Nikolaus Harnoncourt in Salzburg, Luzern, Paris,
Wien und erneut bei der Styriarte zu hören. Eine erstmalige Zusammenarbeit mit dem
Dirigenten Enoch zu Guttenberg führte ihn in 2008 in die Münchner Philharmonie, wo
er die Rolle des Christus in J.S. Bachs „Matthäuspassion“ sang.
Timothy Sharp ist Preisträger mehrerer nationaler und internationaler Wettbewerbe
und hat sich auch als Liedsänger einen Namen gemacht.Rundfunkmitschnitte von Konzerten
und Liederabenden wurden vom NDR, SDR, RAI und dem Bayrischen Rundfunk vorgenommen.
Eine erste Solo-CD mit Liedern von Schubert erschien 2006 bei Roner Records.
Stand
Juni 2009