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Tim Severloh
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Tim Severloh Countertenor
Tim Severloh Countertenor

Der Countertenor Tim Severloh wurde in Hamburg geboren, wo er zunächst Klavier und Musikwissenschaften studierte. Hier galt sein besonderes Interesse den Verzierungstechniken, historischen Gesangsschulen und der Gesangskunst der Kastraten. Er nahm zunächst privaten Gesangsunterricht bei Peter Laurenz Anders und Marianne Fischer-Kupfer. Darauf folgend studierte er Gesang an der HdK Berlin bei Harald Stamm und Ingrid Figur. Ergänzend absolvierte er Meisterkurse bei Paul Esswood und René Jacobs und nahm teil an der Klasse Lied des 20. Jh. von Axel Bauni.


Noch vor Beginn seines Gesangstudiums gab Tim Severloh sein Operndebüt am Staatstheater Braunschweig in der Partie des Orest in „Die schöne Helena“ (Offenbach). Weitere Engagements folgten als Orfeo in Glucks „Orfeo ed Euridice“, als Tancredi in Monteverdis „Il combattimento di Tancredi e Clorinda“ und als Spirit in Purcells „Dido and Aeneas“ u.a. im Rahmen des Musikfestivals in Spandau. Des weiteren wirkte er mit in der Produktion „Theater der Stimme“ von David Knutson an der Deutschen Oper Berlin.

Tim Severloh interpretierte als erster Countertenor den Liedzyklus „Eingedunkelt“, den Aribert Reimann Brigitte Fassbaender zugeeignet hat, u.a. im Rahmen des Musikfestivals Ars Musica der Société Philharmonique de Bruxelles 2001. Im selben Jahr verkörperte er den Ometh in der deutschen Erstaufführung der Oper „Golem“ von John Casken in Berlin. In 2002 war er für die Partie des Machiavelli in der Uraufführung der Oper „Der Jude von Malta“ von André Werner bei der renommierten Biennale München engagiert; ein BR-Radio-Mitschnitt erfolgte. Ebenfalls in München fand 2002 die Uraufführung des von Aribert Reimann für Tim Severloh komponierten Liedzyklus nach Gedichten aus dem Band „Zeitgehöft“ von P. Celan statt. Im Anschluss daran war der vielseitige Altus mit großem Erfolg in Hamburg zu erleben, wo er in einer Gemeinschaftsproduktion des Deutschen Schauspielhauses und des Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper die Partie des Jeremy in der Deutschen Erstaufführung der Oper „Bählamms Fest“ von Olga Neuwirth sang (NDR-Mitschnitt). Darauf folgend wirkte er bei der NDR-Hörspielproduktion „Doyles Dilemma“ als Sänger in der Rolle des Holmes mit. In 2004 wurde er wiederholt vom NDR als Sänger für die Rolle des jungen Purcell im Rahmen der Hörspielproduktion "Purcells Traum von König Artus" verpflichtet. Des weiteren nahm er den Reimann-Zyklus „Eingedunkelt“ im Rahmen einer CD-Einspielung von Christoph Eschenbach beim NDR auf. Beim Hamburger Bach-Fest 2004 war Tim Severloh mit verschiedenen Kantaten zu hören. Im Juni 2005 wirkte er an der Staatsoper Berlin in der Uraufführung der Oper „Chief Joseph“ von Hans Zender als 1. Indianer mit in der Regie von Peter Mussbach. In der Spielzeit 2005/06 war Tim Severloh wiederholt an der Staatsoper Berlin in der Uraufführung des Opern-Zyklus’ „Seven Attempted Escapes from Silence“ in fünf Kurzopern zu erleben. Bei den Tagen Alter Musik in Herne 2005 wirkte er in der WDR-Produktion der konzertant aufgeführten Opern „La Dirindina“ von D. Scarlatti und „Radames“ (Titelpartie) von P. Eötvös mit.


Für 2006 sind als besondere Highlights Konzerte mit Tim Severloh zu Aribert Reimanns 70. Geburtstag beim Bayerischen Rundfunk und zu Hans-Werner Henzes 80. Geburtstag im Rahmen der Feierlichkeiten der Bayerischen Staatsoper hervorzuheben. Er sang zu diesen beiden Anlässen die Uraufführungen der Werke „Lamento und Dithyrambus“ sowie „Kafka-Zyklus“ für Countertenor und Cello von H. J. v. Bose, die speziell für Tim Severloh komponiert wurden. Des weiteren wirkte er als Gesangssolist in der NDR-Hörspielproduktion „Nachtgedanken von Marlene Dietrich“ mit. Bei den Schwetzinger Festspielen 2007 sang er in der Uraufführung der Oper „Der Alte vom Berg“ (Bernhard Lang) die Rolle des Countertenors, nachfolgend wurde diese Produktion vom Theater Basel übernommen. Im Sommer 2007 debütierte Tim Severloh sowohl beim Rheingau-Festival als auch bei den Herrenchiemsee Festspielen in der Rolle des Vargans in konzertanten Aufführungen der Vivaldi-Oper „Juditha triumphans“ unter der musikalischen Leitung von Enoch zu Guttenber

Ein Highlight im Konzertbereich war das Alt-Solo in J.S. Bachs „Magnificat“ mit der Dresdner Philharmonie unter Christoph Eschenbach in 2008. Im folgenden Jahr sang Tim Severloh am Theater an der Wien in der Uraufführung der Oper "Haydn bricht auf" von Bernhard Lang die tragende Altus-Partie; eine Wiederaufnahme erfolgte in 2010. Ebenfalls in 2010 gastierte Tim Severloh an der Oper Frankfurt in der deutschen Erstaufführung der Oper „Medea“ von A. Reimann als
Herold. In dieser Rolle war er zuvor bereits mit großem Erfolg an der Wiener Staatsoper eingesprungen. Eine CD-Aufnahme der „Medea“ live aus der Oper Frankfurt erschien  bei OEHMS Classics. Am Nationaltheater Mannheim war Tim Severloh in der Uraufführung der Oper „Montezuma“ von B. Lang als Damiano engagiert, eine Wiederaufnahme erfolgte in 2011/12. Im Rahmen der Internationalen Bachakademie Stuttgart in Kooperation mit dem Sinfonieorchester Basel unter Dennis Russell Davies wirkte er in Aufführungen des Oratoriums „El Niño“ von John Adams mit. In 2011/12 kehrte Tim Severloh an das Theater an der Wien zurück als Richter in der UA der Oper „Gogol“ von Lera Auerbach (Regie: Christine Mielitz, ML: Vladimir Fedosseyev); des weiteren war er im Konzerthaus Berlin als Aida/Radames in Peter Eötvös Oper „Radames“ zu erleben, gab einen Liederabend mit Shakespeare-Vertonungen beim Kissinger Sommer und war bei den Schwetzinger Festspielen 2012 mit Werken von A. Reimann und F. Couperin zu hören. 2012/13 hat ihn das Theater an der Wien für die UA der auf Kafka-Werken basierenden Oper „Verkehr mit Gespenstern“ von H.J. von Bose verpflichtet. Opernprojekte in 2013/14 beinhalten u.a. die Titelpartie in der UA der Oper VIVIER von Marko Nikodijevic im Rahmen der Biennale München in Koproduktion mit dem Staatstheater Braunschweig sowie eine Filmproduktion mit Hauptrolle für die Schwetzinger Festspiele 2014 mit Bernhard Langs Oper „Der Reigen“ (UA). Pläne für 2015/16 umfassen u.a. das Eröffnungskonzert des Hasse – Festivals in Hamburg.


Tim Severloh hat einen Lehrauftrag für Neue und Alte Musik an der UdK Berlin inne.