Die Sopranistin Sabine Brohm studierte Gesang an der Hochschule für Musik ‘Carl Maria
von Weber’ in Dresden.
Im direkten Anschluß an das Studium erhielt sie ein Engagement in das Opernstudio
Dresden. Ihre erste Partie an der Sächsischen Staatsoper als Schwanenprinzessin in
„Zar Saltan“ (N. Rimski-Korsakow) erhielt sie noch im selben Jahr (1986), seit 1989
gehört Sabine Brohm dem Ensemble der Semperoper an. Sie sang Partien wie das Blumenmädchen
in „Parsifal“ (R. Wagner) in der Regie von Theo Adam, Susanna in „Die Hochzeit des
Figaro“ (W. A. Mozart) in der Inszenierung von Christine Mielitz, Pamina in „Die
Zauberflöte“ (W. A. Mozart), Marzelline in „Fidelio“ (L. v. Beethoven) in einer Neuinszenierung
von Christine Mielitz, Marie in „Zar und Zimmermann“ (A. Lorzing), Despina in „Cosi
fan tutte“ (W. A. Mozart), Gretel in „Hänsel und Gretel (E. Humperdinck), Mila in
„Schicksal“ (L. Janácek), Antonia in „Hoffmanns Erzählungen“ (J. Offenbach) in der
Regie von Peter Konwitschny, Marie in „Die verkaufte Braut“ (F. Smetana) ebenfalls
in der Regie von Peter Konwitschny, Stimme des Falken in „Die Frau ohne Schatten“
(R. Strauss), Donna Elvira in „Don Giovanni“ (W. A. Mozart), Agathe in „Freischütz“
(C. M. Weber), Gräfin de la Roche in „Die Soldaten“ (B.A. Zimmermann), Autonoe in
„Die Bassariden“ (H. W. Henze). Des weiteren wirkte sie mit u.a. als Cordelia in
„Lear“ (A. Reimann) in der Regie von Willy Decker. Sie verkörperte die Sylva in der
Premiere der „Csardasfürstin“ (E. Kálmán) in der skandalbehafteten Regie von Peter
Konwitschny. Im März 2001 sang sie in der Uraufführung der Oper „Celan“ von Peter
Ruzicka die Partie der Christine. In 2002 war sie erstmalig auch in der „Walküre“
Inszenierung von Willy Decker als Gerhilde zu hören. In der Spielzeit 2003/04 folgte
die Gutrune in „Götterdämmerung“. Des weiteren debütierte sie in der Partie der Luigia/“Viva
la Mamma“ unter Massimo Zanetti und sang die Titelpartie in der Uraufführung der
Oper „Nico – Sphinx aus Eis“ von Ari Benjamin Meyers. In 2005/6 war sie als Jenny
in Weills „Mahagonny“ sowie weiterhin im „Ring der Nibelungen“ zu erleben. In 2006/07
sang sie unter anderem die Gertrud in „Hänsel und Gretel“. Neu hinzu kamen in 2007/08
die Partie der Prothoe in „Penthesilea“ von Othmar Schoeck und die Rolle der Rosa
Intrugli in der Uraufführung der Oper „La Grande Magia“ von Manfred Trojahn. In 2008/09
war sie unter anderem zu erleben als Aufseherin/“Elektra“.
Sie gastierte in Petersburg, Minsk, Salzburg sowie an den Opernhäusern von Berlin
(Deutsche Oper, Staatsoper unter den Linden), Essen, Karlsruhe, Köln, München (Bayerische
Staatsoper), Wiesbaden, Wien (Volksoper) und Salvador de Bahia, Brasilien. In 2003
sang sie am Gran Teatre del Liceu Barcelona die Gerhilde in der „Walküre“, Inszenierung
von Harry Kupfer. 2007 gastierte sie mit großem Erfolg als Boulotte in Jacques Offenbachs
„Barbe Bleu“ an der Staatsoperette Dresden. Neu hinzu kam in der Spielzeit 2008/09
die Titelpartie in „La Périchole“ an der Staatsoperette Dresden.
In Oper und Konzert arbeitete sie unter namhaften Dirigenten wie Bertrand de Billy,
Semyon Bychkov, Sir Colin Davis, Michail Jurowski, Friedemann Leyer, Rafael Frühbeck
de Burgos, Ion Marin, Ingo Metzmacher, Christof Prick, Peter Schneider, Peter Schreier
oder Giuseppe Sinopoli.
Im Bereich Kammermusik konzertierte sie u.a. regelmäßig mit dem Dietzsch-Trio und
den Kammersolisten der Staatskapelle Dresden. Auch als Liedsängerin ist Sabine Brohm
erfolgreich und bevorzugt insbesondere Lieder osteuropäischer Komponisten wie Dvorák,
Rachmaninov, Prokofjew und Tschaikowsky sowie der deutschen Romantiker Brahms und
Mahler. Neben Soloabenden mit verschiedenen Lied-Programmen wirkt sie regelmäßig
mit in dem szenischen Liederabend „Ein dunkler Schacht ist Liebe Liebesliederwalzer
von Johannes Brahms“, einer Produktion der Sächsischen Staatsoper Dresden. Zahlreiche
CD- und Rundfunkaufnahmen erfolgten u.a. beim WDR, MDR, Berliner Rundfunk, Deutschlandfunk,
Deutschlandsender Kultur.
Stand Juni 2009