Moritz Gogg wurde 1974 in Graz, Österreich, geboren. Seine musikalische Laufbahn begann er zunächst mit einem Klavierstudium und gewann mehrere Preise bei Klavierwettbewerben. In der Zeit von 1993 bis 1997 arbeitete er als Korrepetitor und musikalischer Leiter an den Bühnen Graz.
Sein Gesangstudium belegte der Bariton bei Helena Lazarska an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien, wo er auch die Liedklasse von Walter Berry und Robert Holl besuchte. 2000 schloss Moritz Gogg sein Studium mit Auszeichnung ab. Weitere künstlerische Impulse erhielt er in Meisterkursen mit Hilde Zadek, Thomas Hampson, Hans Hotter, Daniel Sarge und Wicus Slabbert.
Moritz Gogg ist Preisträger von »Jugend musiziert« 1991 sowie des Internationalen Wettbewerbs „Ferruccio Tagliavini“ 1997. Des weiteren ist er Gewinner des Internationalen Wettbewerbs „Mikulas Schneider Tmavsky“ 1998 und Preisträger der Internationalen Sommerakademie des Mozarteums Salzburg 1998.
1999 bis 2001, noch während seines Studiums, war Moritz Gogg an der Wiener Kammeroper und in der Spielzeit 2000/01 am Salzburger Landestheater sowie am Landestheater Linz engagiert.
2001 bis 2003 gehörte er dem Internationalen Opernstudio der Hamburgischen Staatsoper an. Direkt im Anschluss daran wurde Moritz Gogg in das Ensemble der Hamburgischen Staatsoper aufgenommen. Dort war er bisher unter anderem in Partien wie Papageno, Ping, Dr. Falke, Schaunard, Belcore, Achillas oder Ottokar zu erleben. In der Spielzeit 2009/10 sang er in Hamburg wiederholt den Papageno sowie Danilo in “Die lustige Witwe“ und Georges in der Uraufführung „Le Bal“ von O. Strasnoy. In 2010/11 war er in Partien wie Eisenstein und Prosdocimo in „Il Turco in Italia“ zu erleben. In der Spielzeit 2011/12 ist Moritz Gogg an der Staatsoper Hamburg u. a. als Papageno, als Ping in „Turandot“, als Schaunard in „La Bohème“, als Melot in „Tristan und Isolde“ und als Albany in der Neuproduktion „Lear“ von Aribert Reimann zu erleben. 2013/14 ist sein Rollendebüt als Harlekin in „Ariadne auf Naxos“ geplant.
Gastengagements führten Moritz Gogg unter anderem zu den Salzburger Festspielen und den Haydn Festspielen Eisenstadt. Er sang mit großem Erfolg die Partie des Papageno an der Volksoper Wien und in 2007 an der Sächsischen Staatsoper Dresden. In 2010 und 2011 war er in dieser Partie auch bei den Internationalen Herrenchiemsee Festspielen unter Enoch zu Guttenberg zu erleben. Seit 2005 ist der Bariton ständiger Gast an der Oper Bonn, wo er sein Repertoire um wichtige Fachpartien erweitern konnte. So gab er hier in 2007 seine Rollendebüts als Figaro und als Peter in „Hänsel und Gretel“. Er sang in 2008/09 den Papageno an der Oper Bremen, des weiteren gastierte er am Staatstheater Wiesbaden, am Staatstheater Schwerin, am Theater Lübeck, am Theater Regensburg und am Landestheater Linz.
In der Spielzeit 2009/10 kehrte er als Dr. Falke nach Bremen zurück, an der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf sang er die Partie des Danilo und im Grazer Musikverein gastierte er als Blansac in Rossinis „La Scala di Seta“. In 2010/11 gab er am Theater Aachen sein Rollendebüt als Mandryka und als Tobia Mill in Rossinis La Cambiale di Matrimonio im Musikverein Graz unter Michi Gaigg. Außerdem gastierte er als Eisenstein an der Oper Frankfurt unter Sebastian Weigle und als Papageno an der Oper Köln.
Moritz Gogg arbeitete mit Dirigenten wie Philippe Auguin, Marcus R. Bosch, Frédéric
Chaslin, Alfred Eschwé, Adam Fischer, Enoch zu Guttenberg, Alexander Joel, Peter
Keuschnig, Alessandro De Marchi, Cornelius Meister, Ingo Metzmacher, Andris Nelsons,
Markus Poschner, Stefan Soltesz, Uwe Theimer, Sebastian Weigle, Ralf Weikert, Bruno
Weil and Simone Young und Regisseuren wie Willy Decker, Achim Freyer, Caroline Gruber,
Robert Herzl, Guy Joosten, Peter Konwitschny, Josef E. Köpplinger, Harry Kupfer,
Uwe Erik Laufenberg, Nicholas Lehnhoff, Christof Loy, Christian Pöppelreiter, Andrea
Schwalbach, Christian Stückl, Keith Warner und Dominik Wilgenbus.
Es liegen verschiedene
Rundfunk-
2007 erschien die Gesamtaufnahme der Oper „Mathis, der Maler“, in der Moritz Gogg
unter der musikalischen Leitung von Simone Young mitwirkte.
Stand November 2011