Die Sopranistin Miriam Meyer wurde in Osterode am Harz geboren. Nach dem Abitur begann
sie zunächst ein Medizinstudium in Hannover, wenig später parallel dazu ein Gesangstudium
an der dortigen Hochschule für Musik und Theater bei W. Reimer. Bald darauf wechselte
sie an die Musikhochschule Lübeck zu U. Bästlein, wo sie im Frühjahr 2002 ihr Diplom
mit Auszeichnung ablegte.
Wichtige Impulse ihrer Ausbildung erhielt sie zusätzlich durch die Teilnahme an ver-schiedenen
Meisterkursen z.B. bei Renata Scotto, Irwin Gage, Charles Spencer, Kai Wessel und
Esther de Bros.
2000-2002, noch während Ihres Studiums, war Miriam Meyer festes Ensemblemitglied
am Stadttheater Hildesheim, wo sie die Zerlina in Mozarts „Don Giovanni“, Anne in
Grigori Frids Monooper „Das Tagebuch der Anne Frank“, Marzelline in „Fidelio“ und
Christel im „Vogelhändler“ sang.
Von 2002/03 bis 2007/08 gehörte die Sopranistin dem Ensemble der Komischen Oper Berlin
an, wo sie unter anderem als Susanna in „Die Hochzeit des Figaro“, Ännchen im „Freischütz“,
Marcelline in „Fidelio“, Valencienne in „Die Lustige Witwe“, Mi in „Das Land des
Lächelns“, Adele in „Die Fledermaus“, Musette in „La Bohème“ sowie als Katka in der
Uraufführung der Oper „Der Reiter mit dem Wind im Haar“ zu erleben war.
Inzwischen arbeitet Miriam Meyer auf eigenen Wunsch freiberuflich.
Sie sang unter namhaften Dirigenten wie Michail Jurowski, Valdimir Jurowski, Kirill
Petrenko, Constantin Carydis, Friedemann Layer, Andreas Spering, Enoch zu Guttenberg,
Ton Koopman sowie Hans-Christoph Rademann.
Die vielseitige Sopranistin gastierte auf renommierten Festivals sowie in internationalen
Musikzentren. Bei den Händelfestspielen Halle war sie u.a. als Clizia in der Händel-Oper
„Teseo“ in der Regie von Axel Köhler zu erleben. Gastspiele mit dieser Produktion
folgten beim Bayreuther Barock, in Winterthur und Potsdam Sanssouci, im Royal Theatre
Bury St. Edmund und in London. Unter der Leitung von Hans-Christoph Rademann war
Miriam Meyer in zahlreichen Konzerten mit Werken von J.S. Bach, J.L. Bach, Händel,
Telemann oder Vivaldi in Zusammenarbeit mit dem Dresdner Kammerchor sowie dem NDR-Chor
unter anderem bei den Magdeburger Telemann Festtagen, den Dresdner Musikfestspielen,
den Festtagen Alter Musik im Erzgebirge sowie in der Alten Oper Frankfurt und in
Hamburg zu hören. Verschiedene Rundfunkmitschnitte von NDR und MDR erfolgten. Mit
dem Amsterdam Baroque Orchestra & Choir unter Ton Koopman wirkte die Sopranistin
in Konzerten mit Werken von J. S. Bach und D. Buxtehude beim Internationalen Buxtehude
Festival Lübeck (NDR-Rundfunkdirektübertragung in Kooperation mit allen deutschen
sowie diversen internationalen Kultursendern), beim Musikfest Bremen, in Utrecht,
Leiden und Krakau sowie in CD-Produktionen im Rahmen der Gesamtaufnahme der Buxtehude-Kantaten
mit. Bei den Internationalen Herrenchiemsee Festspiele 2004 gab sie ihr Rollendebüt
als Susanna in „Die Hochzeit des Figaro“ unter Enoch zu Guttenberg. Eine ARD-Fernsehproduktion
mit Haydns „Jahreszeiten“ sowie Konzerte mit Haydns „Schöpfung“ im Prinzregententheater
München und in der Alten Oper Frankfurt folgten. In 2005 sang sie „Die Jahreszeiten“
beim Schleswig-Holstein Musik Festival und war im Folgejahr mit Mahlers „4. Symphonie“
unter Enoch zu Guttenberg auf einer Englandtournee zu hören. In 2009 war sie mit
ihm beim Bejing Music Festival mit den Haydn-Werken „Jahreszeiten„ und „Schöpfung“
in der Verbotenen Stadt zu erleben. Engagements in 2010/2011 beinhalteten u.a. ihr
Rollendebüt als Erste Dame in Mozarts „Zauberflöte“ bei den Internationalen Herrenchiemsee
Festspielen, Mozarts Requiem in der Philharmonie Berlin sowie Haydns „Nelson-Messe“
beim Beethoven Fest Bonn.
Projekte in 2012 und 2013 umfassen: Bachs „Matthäuspassion“ auf einer Tournee mit
dem Noord Nederlands Orkest durch die Niederlande; die „Johannespassion“ in St.-Martin-in-the-Fields
in London, eine Tour mit Haydns „Jahreszeiten“ unter Enoch zu Guttenberg, Bachkantaten
bei den Internationalen Herrenchiemsee Festspielen 2012 und 2013 sowie das „Deutsche
Requiem“ von J. Brahms mit den Bochumer Symphonikern. Ebenfalls in 2013 ist sie beim
Bachfest Leipzig sowie im Rahmen der Buxtehude-Tage Lübeck zu hören. In der WA der
Zauberflöte-Produktion der Herrenchiemsee Festspiele am Prinzregententheater in München
wird Miriam Meyer erneut die Erste Dame unter Enoch zu Guttenberg singen.
Miriam wirkte
in zahlreichen Rundfunk-, Fernseh- CD- und DVD-Produktionen mit. Hier sind z.B. zu
nennen die CD-Produktion des Händel-Oratoriums „Jephta“ mit dem Dresdner Barockorchester
in der Partie der Iphis (Live-Aufnahme in der Dresdner Frauenkirche 2008); die ARD-Fernsehproduktion
und DVD Veröffentlichung von Haydns „Jahreszeiten“ unter Enoch zu Guttenberg 2009,
die DVD-Aufnahme der Händel-Oper „Teseo“ mit der Lautten Compagney unter Wolfgang
Katschner sowie die Mitwirkung in der Gesamtaufnahme der Vokalwerke Buxtehudes unter
Ton Koopman, in dieser Reihe wurde die Aufnahme „Dietrich Buxtehude, Opera Omina
VII – Vokal Werke Vol. 3“ mit Miriam Meyer als Sopransolistin mit dem Echo Klassik
Preis 2009 (Chor/Ensemblemusik 16. - 17. Jahrhundert) ausgezeichnet. In 2010 sang
Miriam Meyer das Sopran-Solo in der CD- Produktion „Die letzten Dinge“ von L. Spohr
mit der Russischen Kammerphilharmonie St. Petersburg.
Stand April 2013