Die in Hannover geborene Mezzosopranistin Katja Pieweck absolvierte ihre Ausbildung
von 1989 bis 1996 an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg bei Judith Beckmann.
Meisterkurse bei Elio Battaglia, Brigitte Fassbaender und James Wagner ergänzten
ihr Studium.
Katja Pieweck ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe, darunter der Oberdörffer-Preis
2007 der Körber-Stiftung, der Kulturpreis der Berenberg-Bank Hamburg und der erste
Preis des Internationalen Robert-Stolz-Gesangswettbewerbs 2000 in Hamburg.
In der Spielzeit 1997/98 wurde Katja Pieweck für zwei Jahre Mitglied des Internationalen
Opernstudios der Hamburgischen Staatsoper, wo sie als Sélysette in der Neuproduktion
von „Ariane et Barbe-Bleue“ (Dukas) unter der musikalischen Leitung von Ingo Metzmacher
und als Siegrune in „Die Walküre“ unter dem Dirigat von Gerd Albrecht auf der Bühne
stand. In der Spielzeit 1998/99 sang sie unter anderem die Mercédès in „Carmen“ und
die Alisa in der Neuproduktion von „Lucia di Lammermoor“ (Musikalische Leitung: Frédéric
Chaslin).
Mit Beginn der Spielzeit 1999/2000 wurde Katja Pieweck in das Solistenensemble der
Hamburgischen Staatsoper übernommen. Ihre Partien waren seither Berta in „Il Barbiere
di Sivigila“, Mutter in „Hoffmanns Erzählungen“, 1. Dame in „Die Zauberflöte“, Mutter
in „Hänsel und Gretel“, Marcellina in „Le Nozze di Figaro“, Annina in „La Traviata“,
Giovanna und Maddalena in „Rigoletto“, Suzuki in „Madame Butterfly“ und Annina im
„Rosenkavalier“ in der Regie von Peter Konwitschny. In 2002/03 sang sie in der Premiere
der „Meistersinger von Nürnberg“ in der Regie von Peter Konwitschny die Partie der
Magdalena. Weitere Partien an der Hamburgischen Staatsoper waren unter anderem die
der Fenena in der Verdi-Oper „Nabucco“ in der Regie von Karoline Gruber, Mére Marie
in Francis Poulencs „Dialogues des Carmélites“ und Marquise de Berkenfield in Gaetano
Donizettis „La Fille du Régiment“. Ein besonderes Highlight war die Partie der Klementia
in der Oper „Sancta Susanna“ von Paul Hindemith in einem Sonderkonzert der Hamburger
Philharmoniker unter Simone Young. In der Saison 2006/07 war Katja Pieweck an der
Hamburgischen Staatsoper wiederholt als Marcellina, Suzuki und Mutter / „Hänsel und
Gretel“ zu erleben. Im Juni 2007 gab sie ihr Rollendebüt als Brangäne in Wagners
„Tristan und Isolde“ unter der musikalischen Leitung von Simone Young. In der Ballettinszenierung
des „Weihnachtsoratoriums“ (J.S. Bach) von John Neumeier sang sie das Altsolo. In
der neuen Hamburger Ring-Inszenierung ab 2008 gab Katja Pieweck ihr Rollendebüt als
Fricka (Premierenbesetzung in „Rheingold“). Weitere Partien der Spielzeit 2008/09
waren unter anderem Meg Page/"Falstaff" und Adelaide/"Arabella".
In der Saison 2009/10 ist sie u.a. als Donna Elvira und Alice Ford zu erleben.
Katja Pieweck gastierte in 2003/04 als 1. Magd /“Elektra“ an der Deutschen Staatsoper
Berlin, in 2003 war sie mit großem Erfolg als Eglantine in der Weber-Oper „Euryanthe“
am Staatstheater Mainz zu erleben. In 2005 wirkte die Sängerin bei zwei konzertanten
Aufführungen der „Jenufa“ (Leos Janacek) mit den Berliner Philharmonikern unter Sir
Simon Rattle mit und gastierte im selben Jahr als Aufseherin in „Elektra“ an der
Bayerischen Staatsoper München unter Peter Schneider. In 2004 und wiederholt in 2006
sang sie die Partie der Marcelline/“Die Hochzeit des Figaro“ unter Enoch zu Guttenberg
bei den Herrenchiemsee Festspielen. In 2007 gab sie dort ihr Rollendebüt als Donna
Elvira in „Don Giovanni“.
Neben ihrer Tätigkeit an der Oper trat Katja Pieweck immer auch als Konzert-, Lied-
und Oratoriensängerin auf. Zahlreiche Konzertreisen führten sie durch Europa, sowie
nach Israel, Rußland, Japan und die USA unter anderen mit Dirigenten wie Ingo Metzmacher,
Gerd Albrecht, Enoch zu Guttenberg, Sebastian Weigle, Rolf Beck oder Krzysztof Penderecki.
Stand Februar 2010