Der englische Tenor James Elliott wurde in London geboren. Dort erhielt seine Gesangsausbildung
an der Royal Academy of Music. Noch als Student debütierte er als Erster Gefangener
in „Fidelio“ unter Simon Rattle beim Glyndebourne Festival. Darauf folgte unter anderem
die Partie des Fenton („Falstaff“, Verdi) an der Royal Academy Opera.
Von 2003-2005 war James Elliott Mitglied des Zürcher Opernstudios. Während dieser
Zeit besuchte er Meisterklassen von Francisco Araiza und Reri Grist. Im Rahmen des
Opernstudios sang er die Rolle des Don Giocondo in der Rossini-Oper „La Pietra del
Paragone“. In dieser Produktion gastierte er nachfolgend auch in Genua (Palazzo Ducale)
und in Mesières. Des weiteren war er am Opernhaus Zürich als Tamino in der „Zauberflöte
für Kinder“ zu erleben, Tourneen durch die Schweiz sowie eine DVD-Einspielung dieser
Produktion folgten. Neben seinen Verpflichtungen in diversen Rollen im regulären
Spielplan des Opernhauses Zürich führte ihn ein Gastengagement zum Ticino Festival,
wo er die Partie des Paulino in der Oper „Il Matrimonio Segreto“ von Domenico Cimarosa
sang.
Vom Opernstudio Zürich wechselte James Elliott in das Ensemble des Stadttheaters
Bern, wo er in vielfältigen Rollen besetzt war: Iskra in Tschaikowskys „Mazeppa“,
Metsestäja in Sallinens „Kullervo“, Jasperino in „Vipern“ von Christian Jost und
mit großem Erfolg Fenton in Verdis „Falstaff“. In der Saison 2011/12 wird er als
Gast nach Bern zurückkehren.
In der Saison 2007/08 war der junge Tenor unter anderem mit großem Erfolg als Nencio
in der Haydn-Oper „L’ Infedeltá delusa“ beim Festival von Aix en Provence zu erleben,
als Nemorino/“L´Elisir d`Amore“ am Mecklenburgischen Landestheater sowie als Ferrando
in der Premiere „Così fan tutte“ am Slovenischen Nationaltheater Maribor (Regie:
Guy Joosten). Des weiteren wirkt er in den Jahren 2008 bis 2010 als Belfiore in Rossinis
„Il Viaggio à Reims“ in einer Koproduktion der Opéra National de Montpellier, Théâtre
Du Capitole de Toulouse, Grand Théâtre de Reims, Opéra National Lorraine Nancy, Opéra
de Marseille, Opéra National de Bordeaux und anderen unter der Schirmherrschaft von
Alberto Zedda mit. In 2010 war er am Festspielhaus Baden-Baden als Remandado in der
„Carmen“-Inszenierung von Philippe Arlaud unter der musikalischen Leitung von Teodor
Currentzis zu hören. Beim Rheingau Musik Festival 2010 sang er die Rolle des Orimante
in einer konzertanten Aufführung der Oper „Penelope la casta“ von A. Scarlatti mit
der Lautten Compagney Berlin unter Wolfgang Katschner, ein weiteres Konzert sowie
eine CD-Ersteinspielung dieses Werkes für SONY folgten beim WDR in Köln. Engagements
in 2011 beinhalten unter anderem sein Rollendebüt als Suo-Chong in Lehárs „Das Land
des Lächelns“ bei den Schlossfestpielen Neustrelitz sowie Camacho in Mendelssohns
Oper „Die Hochzeit des Camacho“ in der Liverpool Philharmonic Hall mit dem Royal
Liverpool Philharmonic Orchestra unter Vasily Petrenko mit CD Produktion.
2008 - 2010 gehörte James Elliott dem Ensemble der Komischen Oper Berlin an, wo er
sein Debüt als Tamino in der „Zauberflöte“ gab und die Rolle des Laertes in der Uraufführung
der Oper „Hamlet“ von Christian Jost sang. Neue Partien in der Saison 2009/10 waren
Ernesto in „Don Pasquale“, Don Ottavio in „Don Giovanni“ sowie das Tenor-Solo in
einer szenischen Umsetzung des „Mozart-Requiems“.
James Elliott ist Preisträger verschiedener Gesangswettbewerbe wie unter anderem
Glyndebourne-Wessex Prize, Internationalen Concours Ernst Haefliger und Seghizzi
Wettbewerb 2006 für Oratorium und Lied. Im Rahmen des Festivals Aix-en-Provence erhielt
er das HSBC-Laureat und nahm in 2008 unter der Schirmherrschaft dieses Festivals
an einer Konzerttournee durch Europa und China teil.
Neben der Oper ist James Elliott auch als Konzertsänger gefragt: in der Tonhalle
Zürich war er unter anderem zu erleben in Saint-Saens` „Weihnachtsoratorium“ und
Mozarts „Davide penitente“, er sang den „Messias“ mit dem RIAS-Kammerchor, „Acis
und Galatea“ unter dem namhaften Blockflötisten Maurice Steiger, den Jonathan in
Händels „Saul“ und J.S. Bachs „Weihnachtsoratorium“ (2008, Tonhalle Zürich) mit dem
Barockorchester Capriccio Basel, sowie diverse Konzerte mit Marek Janowski und dem
Orchestre de la Suisse-Romande. Des weiteren verbindet ihn eine regelmäßige Zusammenarbeit
mit dem Berner Bach-Chor. Er führte Händels „Messias“ und Brittens „Serenade für
Tenor, Horn und Streicher“ in Goriza, Italien, auf. Mit der Lautten Compagney debütierte
er in 2008 mit J.S. Bachs „Magnificat“ im Konzerthaus Berlin. In 2009 sang er den
Tenorpart in J. S. Bachs „Weihnachtsoratorium“ im Auditorio de Galicia mit der Real
Filharmonia de Galicia unter Maximinio Zumalave. In 2010 wirkte er als Tenorsolist
in verschiedenen Monteverdi-Konzerten mit dem RIAS Kammerchor und der Akademie für
Alte Musik Berlin u.a. beim Rheingau Musik Festival mit. Ebenfalls in 2010 war er
mit dem Orquesta Radio Televisión Española unter der Ltg. von Carlos Kalmar in F.
Schuberts Es-Dur-Messe im Teatro Monumental in Madrid zu hören. Mit dem Combattimento
Consort Amsterdam unter Jan Willem de Vriend war er für eine Tournee mit J.S. Bachs
„Weihnachtsoratorium“ engagiert, die ihn u.a. in das Muziekgebouw Amsterdam und die
Philharmonie am Gasteig in München führten. Des weiteren gastierte er mit Bachs h-moll-Messe
in der Tonhalle Zürich. Konzerttermine in 2011 umfassen u.a. Bachs h-moll-Messe in
London und mit dem Basler Bach-Chor in der Schweiz sowie Mendelssohns „Elias“ in
der Tonhalle Zürich.
Stand November 2011