Hagen Matzeit studierte nach seiner Ausbildung als Elektrosignalmechaniker in Berlin
Gesang (Bariton) und Gesangspädagogik bei Bernd Riedel. Neben seiner Ausbildung nahm
Hagen Matzeit an Regiekursen bei Ruth Berghaus, Peter Konwitschny und Harry Kupfer
teil. 1999 erhielt er ein Stipendium des Richard-
Seit mehreren Jahren ist Hagen Matzeit regelmäßiger Gast an der Komischen Oper Berlin.
Er wirkte unter anderem –zunächst noch als Bariton-
Neben Engagements am Schauspiel Frankfurt, Nationaltheater Mannheim, an der Deutschen
Oper Berlin und dem Teatro Capitol de Toulouse erhielt er unter anderem auch Einladungen
zum Hollandfestival in Amsterdam, zu den Arts Music Bruxelles und dem Melbourne Australian
International Festival. Sein Repertoire umspannt verschiedene Stilepochen. Im Bereich
der zeitgenössischen Musik sind hervorzuheben die Partie des Hans Scholl in „Die
Weiße Rose“ von U. Zimmermann am Théâtre Royal de la Monnaie in Brüssel, die Titelpartie
in Wolfgang Rihms „Jakob Lenz“ am Teatro Colon in Buenos Aires, darauffolgend am
De Singel in Antwerpen und an der Opéra de Bastille in Paris. Bei den Schwetzinger
Festspielen 2008 gastierte der Countertenor als Fürst Clearte in der Uraufführung
der Oper „HYBRIS/Niobe“ von Adreana Hölszky. Im Rahmen der Ruhrtriennale 2010 war
er in der Partie des Madschnun in der Uraufführung des Werks „Leila und Madschnun“
von Samir Odeh-
Ebenso gefragt ist Hagen Matzeit im Bereich der Alten Musik: im Markgräflichen Theater
Bayreuth war er in 2009 in der Titelpartie der Oper „Argenore“ von Wilhelmine von
Bayreuth in der Regie von Axel Köhler zu erleben. In 2010/11 gastierte er mit großem
Erfolg in der Titelpartie der Händel-
2006 sang und spielte der vielseitige Countertenor in der sehr erfolgreichen „Casanova“-
Hagen Matzeit arbeitete mit Dirigenten wie Michael Jurowsky, Yakov Kreizberg (+2011), Vicente de Laranága, Fabio Luisi, Allessandro de Marchi, Franck Ollu, Alejo Perez, Kyrill Petrenko, Peter Rundel, Federico Maria Sardelli, Andreas Schüller, Peter Tomek oder Achim Zimmermann und mit Regisseuren wie Willy Decker, Sabine Hartmannshenn, Andreas Homoki, Axel Köhler, Harry Kupfer, Tobias Kratzer (Team ATEF), Jürgen Nass, Alexander Paeffgen, Benedict von Peters, Carolin Petrick, Joël Pommerat oder Erik Sleichim.
Gemeinsam mit seinem Bruder Friedemann Matzeit komponiert Hagen Matzeit außerdem Musik für Film, Fernsehen und Theater. Sie schrieben zum Beispiel die Bühnenmusik für die Produktionen „Iphigenie in Aulis“ und „Leben ein Traum“ des Nationaltheaters Mannheim, „Der Sturm“ des Puppentheaters Halle und für „Die Vögel“ des Deutschen Theaters Berlin.
Stand September 2011