Hagen Matzeit studierte nach seiner Ausbildung als Elektrosignalmechaniker in Berlin
Gesang (Bariton) und Gesangspädagogik bei Bernd Riedel.
Neben seiner Ausbildung nahm Hagen Matzeit an Regiekursen bei Ruth Berghaus, Peter
Konwitschny und Harry Kupfer teil. 1999 erhielt er ein Stipendium des Richard-Wagner-Verbandes
und der Komischen Oper Berlin.
Seit mehreren Jahren ist Hagen Matzeit regelmäßiger Gast an der Komischen Oper Berlin.
Er wirkte unter anderem –zunächst noch als Bariton- in »Zwei Berliner in Paris« und
»Der Bürger als Edelmann« mit. Des weiteren war er in der Verdi-Oper »Falstaff« als
Pistol in der Regie von A. Homoki, als Dancairo in H. Kupfers »Carmen«-Inszenierung,
als Sid in »Albert Herring«, Nathanael in „Hoffmanns Erzählungen, Hofnarr in „Das
Märchen vom Zaren Saltan“ (Rimski-Korsakow) und als 5. Clown in der Oper „König Hirsch“
(W. Henze) engagiert. Sein Muscial-Debüt gab er an der Komischen Oper in 2005 –jetzt
bereits als Altus- mit »Sweeney Todd« in der Partie des Anthony. In der Spielzeit
2006/07 trat er als Solist in den »Konzerten zum neuen Jahr« auf. Und in den Spielzeiten
2007/08 und 2008/09 sang Hagen Matzeit mit großem Erfolg die Partie des Ägeus in
der Neuproduktion der Händel-Oper »Theseus«. Des weiteren war er in 2008/09 als
Ganove in „Kiss me Kate“ zu erleben.
Neben Engagements am Schauspiel Frankfurt, Nationaltheater Mannheim, an Deutschen
Oper Berlin und dem Teatro Capitol de Toulouse erhielt er unter anderem auch Einladungen
zum Hollandfestival in Amsterdam, zu den Arts Music Bruxelles und dem Melbourne Australian
International Festival. Sein Repertoire umspannt verschiedene Stilepochen: Hagen
Matzeit ist Mitglied im Renaissance-Ensemble »Tresonanz«, im Bereich der zeitgenössischen
Musik sind hervorzuheben die Partie des Hans Scholl in »Die Weiße Rose« von U. Zimmermann
an der Opera de la Monnaie in Brüssel, die Titelpartie in J. Rihms »Jakob Lenz« am
De Singel in Antwerpen, an der Opéra de Bastille in Paris und darauffolgend am Teatro
Colon in Buenos Aires. Bei den Schwetzinger Festspielen 2008 gastierte der Countertenor
als Fürst Clearte in der Uraufführung der Oper „HYBRIS/Niobe“ von Adreana Hölszky.
Ebenso gefragt ist Hagen Matzeit als Barock-Solist: im Markgräflichen Theater Bayreuth
war er in 2009 in der Titelpartie der Oper „Argenore“ von Wilhelmine von Bayreuth
in der Regie von Axel Köhler zu erleben. In 2010 wird er die Titelpartie in der Händel-Oper
„Admeto“ an der Oper Leipzig und die Titelpartie in Händels „Orlando“ am Opernhaus
Halle singen. In 2011 wird er an der Oper Köln die Rolle des Goffredo in Händels
„Rinaldo“ verkörpern.
2006 sang und spielte Hagen Matzeit in der sehr erfolgreichen »Casanova«-Revue des
Berliner Friedrichstadtpalasts sowie auch in der Weihnachtsrevue »Jingle Bells« 2007
in den beiden Stimmfächern Bariton und Countertenor.
Hagen Matzeit arbeitete mit Dirigenten wie Michael Jurowsky, Yakov Kreuzberg, Vicente
de Laranaga, Fabio Luisi, Allessandro de Marchi, Alejo Perez, Kyrill Petrenko, Andreas
Schüller, Peter Tomek oder Achim Zimmermann und mit Regisseuren wie Andreas Homoki,
Axel Köhler, Harry Kupfer, Jürgen Nass, Alexander Paeffgen, Carolin Petrick oder
Erik Sleichim.
Gemeinsam mit seinem Bruder Friedemann Matzeit komponiert Hagen Matzeit außerdem
Musik für Film, Fernsehen und Theater. Sie schrieben zum Beispiel die Bühnenmusik
für die Produktionen »Iphigenie in Aulis« und »Leben ein Traum« des Nationaltheaters
Mannheim, »Der Sturm« des Puppentheaters Halle und für »Die Vögel« des Deutschen
Theaters Berlin. Außerdem arbeitet Hagen Matzeit zusammen mit seinem Bruder an dem
Popmusik-Konzept SONICDIVA, welches auch auf CD veröffentlicht wird.
Stand Dezember 2009